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20.05.2010 // Helmut Kraußer: Gespräche mit Banken*

Gespräche mit Banken oder besser, mit ihren Vertretern, müssen keine Einbahnstraßen sein. Darüber hinaus bieten sie wie gut ausgebaute Straßen viele Möglichkeiten, schnell und sicher voran zu kommen.

Wie jede wichtige Geschäftsbeziehung sollten die Verantwortung für und die Durchführung von solchen Gesprächen durch die Unternehmensleitung wahrgenommen werden. Denn diese Gespräche können nicht nur der Bank, sondern zumindest genauso dem Unternehmen dazu dienen, in Erfahrung zu bringen, was bei seinem Gegenüber so läuft, welche Stärken und Schwächen bestehen, was von dem Gegenüber zu erwarten ist und was eben nicht. 

Dazu muss die Unternehmensleitung die Initiative ergreifen. Voraussetzungen dafür sind, dass nicht nur die Vorgänge, Zahlen und die vorgesehenen Entwicklungen im Unternehmen bekannt sind, sondern zumindest Grundkenntnisse über die Bank und deren Zahlen bestehen (Geschäftsberichte stehen problemlos zur Verfügung bzw. können jederzeit beschafft werden).

  • Wie der Bankvertreter kann/muss auch der Inhaber/Geschäftsführer wissen, was denn bei „seiner“ Bank so passiert:
  • Gibt es Veränderungen in der personellen Zusammensetzung des  Vorstandes/der Filialleitung, die oft mit veränderten geschäftspolitischen Zielstellungen einhergehen?
  • Gibt es Veränderungen in den Verantwortlichkeiten, die zu veränderten Motivationen und/oder Handlungsmöglichkeiten bei den Gesprächspartnern führen?
  • Welche Entwicklungen zeichnen sich im Geschäftsergebnis und/oder der   Risikovorsorge einer Bank ab? Auch daraus lässt sich darauf schließen, ob sich z. B. die Kreditvergabebereitschaft ändert.
  • Ändern sich wirtschaftspolitische und/oder branchenspezifische Einschätzungen; gibt es neue Produkte der Bank oder deren Konkurrenten, die Auswirkungen auf die Branche des Unternehmens haben können?
  • Gibt es aufsichtsrechtliche Veränderungen, welche die Bank zu veränderten Handlungsweisen zwingen?

Dies alles sind Fragen, bei denen die Antworten schwerwiegende Auswirkungen auf das Finanzierungsverhalten der Bank gegenüber dem Unternehmen haben können (z. B. erhöhte Informationsanforderungen, strengere Kontrolle, Änderungen von Zinsen, Forderung zusätzlicher Sicherheiten bis hin zur Verweigerung von Prolongationen oder gar Kreditkündigungen), ohne dass die unmittelbare Ursache dafür im Unternehmen selbst liegt. Andererseits können sich aus solchen Fragen auch neue, bessere Handlungsmöglichkeiten für das Unternehmen ergeben. Um all diese Möglichkeiten wenigstens annähernd auszuloten und vor unliebsamen Überraschungen weitestgehend gefeit zu sein, sind regelmäßige Gespräche mit Banken auf Initiative der Geschäftsleitung des Unternehmens erforderlich.

Die VMT-Gruppe bietet auch dafür ihre Begleitung und Unterstützung durch erfahrene Mitarbeiter (die das Geschäft auch aus Sicht der Bank kennen) sowie praxiserprobte Instrumente an. Kontaktieren Sie uns!

* Banken stehen als Synonym für alle Kreditinstitute, also auch Sparkassen, Leasinggesellschaften etc.

 

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